Die deutsche Minderheit bei Bischof Andrzej Czaja

wochenblatt.pl 2 godzin temu
Zdjęcie: Am 26. Januar 2026 fand das jährliche Treffen Treffen von Vertretern der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja statt. Foto: VdG


Gespräche über Sprache, Erinnerung und Minderheitenseelsorge

Die deutsche Minderheit in der Diözese Oppeln traf sich mit Bischof Andrzej Czaja, um über Sprache, Seelsorge und Erinnerung zu sprechen. Im Zentrum standen der Erhalt deutschsprachiger Gottesdienste, personelle Veränderungen in der Minderheitenseelsorge und die Pflege des kulturellen Gedächtnisses.

Das traditionelle jährliche Treffen der Vertreter der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja fand am 26. Januar in der Diözesankurie in Oppeln statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen vor allem die Seelsorge für nationale und ethnische Minderheiten in der Diözese Oppeln, die Präsenz der deutschen Sprache in der Liturgie sowie Fragen im Zusammenhang mit Wallfahrten.

An dem Treffen nahmen teil: Rafał Bartek, Joanna Hassa, Anna Scześniok, Waldemar Świerczek, Łukasz Jastrzembski, Paulina Widera, Bernard Gaida, Ryszard Galla, Krzysztof Wysdak sowie Pfarrer Prof. Dr. habil. Andrzej Anderwald und der Bischofsvikar Pfarrer Dr. habil. Peter Tarliński.

Gottesdienste in deutscher Sprache

Eines der Hauptthemen der Gespräche war die aktuelle Situation der Gottesdienste in deutscher Sprache. Es wurde darauf hingewiesen, dass ihre Zahl in den letzten Jahren systematisch zurückgegangen ist. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, ein einheitliches und aktuelles Verzeichnis aller in deutscher Sprache gefeierten heiligen Messen im Gebiet der Diözese Oppeln zu erstellen, da die deutsche Minderheit derzeit über keine vollständigen Informationen in diesem Bereich verfügt.

Am 26. Januar 2026 fand das jährliche Treffen Treffen von Vertretern der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja statt.
Foto: VdG

Wie Krzysztof Wysdak, Vorstandsmitglied der Oppelner SKGD, betonte: „Noch vor der Pandemie wurden in fast 200 Pfarreien Gottesdienste in deutscher Sprache gefeiert, heute sind es leider immer weniger. Das ist traurig, denn diese Gottesdienste sind Teil der schlesischen Kultur und wurden hier bereits seit dem 19. Jahrhundert praktiziert.“

Bischof Andrzej Czaja hatte zuvor an die Pfarrer appelliert, diese Praxis beizubehalten und die Zeiten der Gottesdienste so festzulegen, dass die Gläubigen daran teilnehmen können.

Veränderungen in der Minderheitenseelsorge

Ein wichtiger Punkt des Treffens war die Information über personelle Veränderungen in der Seelsorge für nationale und ethnische Minderheiten. Es wurde bekannt gegeben, dass Pfarrer Dr. habil. Peter Tarliński nicht mehr die Funktion des Minderheitenseelsorgers ausüben wird und diese Aufgaben von Pfarrer Prof. Dr. habil. Andrzej Anderwald übernommen werden.

Ein wichtiger Punkt des Treffens war die Information über personelle Veränderungen in der Seelsorge für nationale und ethnische Minderheiten. Es wurde bekannt gegeben, dass Pfarrer Dr. habil. Peter Tarliński nicht mehr die Funktion des Minderheitenseelsorgers ausüben wird und diese Aufgaben von Pfarrer Prof. Dr. habil. Andrzej Anderwald übernommen werden.

Die Teilnehmer des Treffens dankten Pfarrer Dr. habil. Peter Tarliński für seinen langjährigen Dienst. Auch Bischof Andrzej Czaja schloss sich dem Dank an und brachte seine Anerkennung für dessen Hingabe, Engagement und Beitrag zur Entwicklung der Minderheitenseelsorge in der Diözese Oppeln zum Ausdruck.

Wie in Erinnerung gerufen wurde, war der erste Seelsorger für nationale Minderheiten in der Diözese Oppeln Prälat Wolfgang Globisch, der dieses Amt in den Jahren 1990–2010 ausübte. Anschließend übernahm Pfarrer Dr. habil. Peter Tarliński diese Aufgabe.

Erinnerung und Bildungsangebot

Während des Treffens wurden auch Fragen im Zusammenhang mit Wallfahrten sowie mit der Pflege des historischen Gedächtnisses erörtert, unter anderem im Kontext des Gedenkens an die Opfer der Oberschlesischen Tragödie. Es wurde auf das zunehmende Engagement der örtlichen Pfarreien bei der Organisation von Gottesdiensten zu diesem Anlass hingewiesen.

Am 26. Januar 2026 fand das jährliche Treffen Treffen von Vertretern der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja statt.
Foto: VdG

Besprochen wurden außerdem Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Organisationen der deutschen Minderheit mit der Caritas-Bibliothek, die ihr Bildungsangebot weiterentwickelt und einen Teil des Buchbestandes der Deutschen Bildungsgesellschaft übernimmt.

„Die Caritas-Bibliothek verfügt über ein sehr interessantes Angebot, sowohl im Bereich der Bücher als auch der Bildungsangebote. Derzeit übernimmt sie einen Teil des Buchbestandes der Deutschen Bildungsgesellschaft, wodurch sie über ein noch größeres Potenzial verfügen wird. Es lohnt sich, dass die DFK häufiger von diesen Angeboten Gebrauch machen“, unterstrich Krzysztof Wysdak.

Die Treffen der Vertreter der deutschen Minderheit mit dem Oppelner Bischof haben zyklischen Charakter und stellen eine wichtige Plattform des Dialogs zwischen der Kirche und der deutschen Gemeinschaft der Region dar. Die dabei behandelten Fragen betreffen nicht nur religiöse Angelegenheiten, sondern auch den Erhalt des mehrsprachigen und kulturellen Erbes Schlesiens.

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