19,5 Krankheitstage bleiben Rekord - DAK schlägt Teilkrankschreibung vor

upday.com 3 godzin temu
Krankheitsbedingte Fehlzeiten im Job bleiben 2025 auf erhöhtem Niveau. (Archivbild) Bernd Weißbrod/dpa

Die Krankheitstage deutscher Arbeitnehmer bleiben auf Rekordniveau. Im vergangenen Jahr fehlten Beschäftigte durchschnittlich 19,5 Kalendertage wegen Krankheit, wie eine Analyse der DAK-Gesundheit zeigt. Die Krankenquote lag bei 5,4 Prozent – das bedeutet: Täglich fehlten 54 von 1.000 Arbeitnehmern krankheitsbedingt.

DAK-Chef Andreas Storm fordert nun ein Gipfeltreffen im Kanzleramt und schlägt die Einführung einer «Teilkrankschreibung» vor.

Das Berliner Iges-Institut wertete für die Analyse Daten von rund 2,4 Millionen Versicherten aus. Die durchschnittliche Krankheitsdauer lag bei 9,8 Tagen – nahezu identisch mit dem Vorjahr (9,7 Tage). Der Krankenstand hat sich damit auf hohem Niveau stabilisiert. 2024 waren Arbeitnehmer noch minimal häufiger krank (19,7 Tage).

Atemwegserkrankungen führen die Statistik an

Erkältungen und Atemwegsinfektionen verursachten mit 378,3 Fehltagen pro 100 Versicherte die meisten Ausfälle. Psychische Erkrankungen wie Depressionen rückten auf den zweiten Platz vor: Sie stiegen von 341,8 auf 365,5 Krankheitstage an und überholten damit Muskel-Skelett-Probleme, die bei 346,9 Tagen nahezu stabil blieben.

Ältere Beschäftigte über 60 Jahre fehlen durchschnittlich etwa 20 Tage pro Jahr. Diese Altersgruppe ist seltener krank als jüngere Kollegen, fällt dafür aber länger aus.

Storm schlägt Teilkrankschreibung vor

Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Deswegen ist es richtig und notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben.» Der DAK-Chef fordert einen Gipfel im Kanzleramt, an dem Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte und Krankenkassen teilnehmen sollen.

Als konkreten Lösungsansatz bringt Storm die Teilkrankschreibung ins Spiel. «Ein wichtiger Baustein kann die Einführung einer Teilkrankschreibung bei bestimmten Erkrankungen und Diagnosen sein», so der Kassenchef. Dabei schreibt der Arzt Arbeitnehmer nur für einen Teil ihrer täglichen Arbeitszeit krank.

Merz hatte Debatte angestoßen

Der Vorstoß reagiert auf die Debatte, die Kanzler Friedrich Merz (CDU) über hohe Krankenstände angestoßen hatte. Merz hatte telefonische Krankschreibungen bei Bagatellerkrankungen ohne Arztbesuch kritisch hinterfragt.

Die Unterschiede zwischen Berufsgruppen sind erheblich: Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen fehlen mit durchschnittlich 22,5 Tagen am häufigsten. Arbeitnehmer in der Datenverarbeitung kommen dagegen nur auf 12,6 Krankheitstage.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Idź do oryginalnego materiału