„Biblioteka to coś więcej niż tylko książki”

wochenblatt.pl 19 godzin temu
Zdjęcie: Die jungen Besucher der Eichendorff-Bibliothek. Foto: Facebook der Eichendorf-Bibliothek


Die Eichendorff-Bibliothek in Oppeln hat auch für dieses Jahr vielversprechende Projekte geplant. Besucherinnen und Besucher können sich auf neue, aber auch altbekannte Veranstaltungen freuen.

Nachdem einige Projekte aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen wurden, plant die Bibliothek nun, diese wieder zum Leben zu erwecken und gleichzeitig neue, spannende Initiativen ins Leben zu rufen.

Die Rückkehr alter Projekte:

Marek Dziony in seinem Reich.
Foto: Alesia Kussmaul

Neue„Literarische Diskussionsrunden”

Die beliebten „Mittwochstreffen“ oder auch literarischen Diskussionsrunden, die während der Pandemie ausgesetzt wurden, sollen in der zweiten Jahreshälfte wieder aufgenommen werden. Anliegen der Bibliothek ist es, den Besuchern eine Plattform für den Austausch und Anregungen über Literatur zu bieten.

Projekt „Winterreisen“

Ein weiteres Highlight ist die Fortsetzung des Projekts „Winterreisen“ in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Hierzu ist geplant, dass Schulen besucht werden, um Kindern zu vermitteln, dass Bücher auch in einer zunehmend digitalisierten Welt nach wie vor ein unverzichtbares Medium für Wissen und Information sind. Der Bibliotheksleiter Marek Dziony erklärt: „Bücher haben ihre Vorteile, neue Medien haben ihre Vorteile, und man muss die Vor- und Nachteile sehen. In einer Mediengesellschaft, in der man sich leicht verlieren kann, bieten wir auch solche Themen an.“

„Bücherbus“ – Die mobile Bibliothek kehrt zurück

Ein weiteres Projekt, das wieder aufgenommen wird, ist der „Bücherbus”. Die mobile Bibliothek, die jahrelang verschiedene Dörfer und Ortschaften in der Umgebung versorgte, musste aufgrund der Pandemie pausieren. Nun arbeitet die Eichendorff-Bibliothek daran, dieses Projekt wieder zu starten, um noch mehr Menschen mit Literatur zu erreichen. Der Bibliotheksleiter erläutert: „Das ist nicht als Ersatz für Bibliotheken, sondern als Ergänzung gedacht.”

Die Fortsetzung der “Schlesischen Sage”

Ein Höhepunkt des Jahres wird die Veröffentlichung des vierten Teils der „Schlesischen Sage“ von Richard Kühnau sein. Seit 2021 erscheint jährlich ein Teil der geschichtlichen Sagen aus Schlesien. Marek Dziony freut sich sehr, dass das Interesse an diesen Büchern stetig wächst. Der Erfolg ist unter anderem daran zu erkennen, dass die Bücher inzwischen auch in der Deutschen Nationalbibliothek ausgestellt werden: „Seit dieser Zeit schicken wir ein Exemplar an die Deutsche Nationalbibliothek. Das zeigt wirklich, dass sich die Arbeit lohnt und wertgeschätzt wird.“

M. Dziony: „Oft hört man von Erwachsenen: ‚Die Jugendlichen interessieren sich doch nicht dafür.’ Aber ich sage immer: Man muss ihnen wenigstens die Chance geben, es kennenzulernen.”

Der zweite Teil des zweiten Bandes soll voraussichtlich im September 2025 zu einem regulären Preis in der Bibliothek erhältlich sein.

Bibliothekswerkstätte für Kinder und Jugendliche

Auch in diesem Jahr bietet die Bibliothek weiterhin Sprachkurse für Kinder und Jugendliche an. Das diesjährige Thema lautet „Die vier Jahreszeiten und ihre Verbindung zu schlesischen Traditionen und Bräuchen“. Ein Vorbild für dieses Projekt ist die erfolgreiche „Gruselnacht“ des letzten Jahres, die im Rahmen der Deutschen Kulturtage organisiert wurde. Ziel ist es, den jungen Lesern spielerisch die deutsche Sprache und Kultur näherzubringen: „Denn wenn man Spaß hat, ist es viel leichter, eine Sprache zu lernen.“

Die Nachfrage nach diesen Veranstaltungen wächst beständig. Während im vergangenen Jahr drei bis vier Gruppen pro Monat betreut wurden, soll die Zahl in diesem Jahr auf sechs bis sieben ansteigen. Der Erfolg zeigt sich nicht nur in der steigenden Teilnehmerzahl, sondern auch in der positiven Resonanz von Lehrern und Schulen in der Region.

Bibliothekswerkstätte für Kinder und Jugendliche.
Foto: Facebook der Eichendorff-Bibliothek

Dziony ist überzeugt, dass die Beliebtheit des Angebots nicht zuletzt darin liegt, dass die Bibliothek stets auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder eingeht. „Vielleicht erfreut sich dieses Angebot so großer Beliebtheit, weil wir immer darauf achten, was fehlt, und wie wir es für die Kinder spannend und interessant gestalten können.“

Zurzeit wird geprüft, ob die Veranstaltungen künftig wöchentlich oder alle zwei Wochen angeboten werden können, um den Schülern aus Oppeln und Umgebung regelmäßige Möglichkeiten für den Deutschunterricht zu bieten.

Umgestaltung der Bibliothek – Ein moderner, einladender Ort

Neben all diesen neuen und fortgeführten Projekten arbeitet die Eichendorff-Bibliothek auch an der Umgestaltung ihrer Räumlichkeiten. Das langfristige Ziel ist, die Bibliothek nicht nur als Ort der Buchausleihe, sondern auch als kulturellen Treffpunkt und „dritten Ort“ in der Stadt zu etablieren. Eine neue Leseecke soll den Aufenthalt in der Bibliothek noch angenehmer gestalten. „Das ist mein Anliegen: Die Bibliothek soll ein dritter Ort werden – ein Ort, an dem Menschen nicht nur Bücher ausleihen, sondern auch gerne Zeit verbringen”, so der Bibliotheksleiter.

Ausblick in die Zukunft – 25 Jahre Eichendorff-Bibliothek

Ein anderes besonderes Highlight in diesem Jahr wird das 25-jährige Jubiläum der Eichendorff-Bibliothek sein, das im Mai gefeiert wird. Weitere Informationen zu den genauen Plänen werden im April veröffentlicht.

Die jungen Besucher der Eichendorff-Bibliothek.
Foto: Facebook der Eichendorf-Bibliothek

Was jedoch feststeht ist, dass voraussichtlich 2026 eine spezielle Jubiläumspublikation erscheinen soll, die die Geschichte der Bibliothek und ihre Bedeutung für die Region beleuchtet.

Die Bibliothek konzentriert sich dieses Jahr besonders auf die Erweiterung ihres kulturellen und literarischen Angebots. Hierbei schätzt Bibliotheksleiter Marek Dziony besonders die Kreativität und Ideen der Besucher. Wer Anregungen oder Wünsche hat, wird herzlich eingeladen, diese mit der Bibliothek zu teilen: „Die Besucher können uns helfen, indem sie uns neue Ideen bringen. Wir sind immer offen für Gespräche und Anregungen“

Alesia Kussmaul

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