Heute in Florida: Ukraine und USA verhandeln über Ende des Krieges

upday.com 3 godzin temu
Rubio und Witkoff sind Vertreter der US-Seite bei den Gesprächen mit der ukrainischen Delegation. (Archivbild) Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

Die USA und die Ukraine führen heute in Florida Gespräche über Wege zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Gleichzeitig setzt Russland seine militärischen Attacken fort – in der Nacht zu Samstag trafen Raketen und Kamikaze-Drohnen die ukrainische Hauptstadt Kiew und töteten nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen.

US-Außenminister Marco Rubio, Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner empfangen die ukrainische Delegation unter Führung von Verteidigungsminister Rustem Umjerow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstag in einer Videobotschaft die Entsendung des Verhandlungsteams angekündigt. Er zeigte sich optimistisch: «Es ist durchaus realistisch, in den nächsten Tagen die Schritte zu finalisieren, um zu bestimmen, wie der Krieg würdig beendet werden kann», sagte Selenskyj.

Die Ukraine sei bereit, konstruktiv mit Washington zusammenzuarbeiten. «Die Ukraine arbeitet weiterhin auf möglichst konstruktive Weise mit den Vereinigten Staaten zusammen», betonte der Präsident. Delegationsleiter Umjerow erklärte, er wolle in den USA auf die nächsten Schritte für einen «gerechten und dauerhaften Frieden» hinarbeiten.

Delegation nach Korruptionsaffäre neu formiert

Selenskyj hatte die Verhandlungsdelegation per Dekret neu zusammengestellt. Sein bisheriger Stabschef Andrij Jermak war am Freitag zurückgetreten, nachdem Korruptionsermittler seine Residenz durchsucht hatten. Auch Umjerows Name tauchte im Zusammenhang mit den Ermittlungen auf, er wies jede Beteiligung zurück.

Die Gespräche in Florida drehen sich um US-Präsident Donald Trumps 28-Punkte-Plan für Frieden in der Ukraine. Kritiker hatten diesen Plan als «russische Wunschliste» bezeichnet. Daraufhin wurde der Entwurf in Genf unter Beteiligung europäischer und amerikanischer Vertreter überarbeitet. US-Vertreter sollen in der ersten Hälfte der kommenden Woche nach Moskau reisen, um Trumps Plan vorzustellen – unklar ist, ob Russland die überarbeitete Version akzeptieren wird.

Macron empfängt Selenskyj in Paris

Parallel zu den Florida-Gesprächen empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag Selenskyj in Paris. Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot sagte der Zeitung La Tribune Dimanche am Samstag: «Wir werden Präsident Selenskyj am Montag in Paris willkommen heißen, um die Verhandlungen voranzubringen.» Man wolle über «die Bedingungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden» sprechen.

Barrot warnte: «Frieden ist in Reichweite, wenn Wladimir Putin seine wahnhafte Hoffnung aufgibt, das sowjetische Imperium durch die Unterwerfung der Ukraine wiederherzustellen.» Der russische Präsident müsse einen Waffenstillstand akzeptieren oder sich neuen Sanktionen aussetzen, die «Russlands Wirtschaft erschöpfen» würden, sowie verstärkter europäischer Unterstützung für die Ukraine.

Russland fordert territoriale Zugeständnisse

Kremlchef Wladimir Putin hatte sich zwar gesprächsbereit gezeigt, doch eine Waffenruhe ist nicht in Sicht. Russland beharrt auf weitreichenden Forderungen: große Gebietsabtretungen im Donbass, einen Verzicht der Ukraine auf eine NATO-Mitgliedschaft und ein ukrainisches Militär mit nur begrenzten Verteidigungskapazitäten. Von seinen Kriegszielen ist Moskau in den vergangenen Monaten nicht abgerückt.

Der russische Angriff auf die Ukraine begann am 24. Februar 2022. Seitdem verteidigt sich das Land mit westlicher Unterstützung. Bei den jüngsten russischen Angriffen in der Nacht zu Samstag wurden nach ukrainischen Angaben fast 600 Drohnen und 36 Raketen abgefeuert. In West-Kiew fiel zeitweise bei mindestens 500.000 Bewohnern der Strom aus, Notfallteams konnten die Versorgung für mehr als 400.000 Haushalte wiederherstellen.

Ukrainische Drohnen treffen russische Tanker

Die Ukraine führte ihrerseits am Samstag Angriffe mit Marinedrohnen auf zwei leere Öltanker im Schwarzen Meer durch. Die Schiffe waren auf dem Weg nach Noworossijsk, einem wichtigen russischen Ölterminal am Schwarzen Meer. Kiew bezeichnet solche Tanker als «Schattenflotte», die Russlands Krieg durch Ölexporte finanziert, und fordert westliche Länder wiederholt auf, dagegen vorzugehen.

Die militärischen Spannungen wirken sich auch auf Nachbarländer aus. Moldau schloss am Freitagabend seinen Luftraum für rund eine Stunde und zehn Minuten, nachdem zwei nicht identifizierte Drohnen illegal über moldauisches Territorium geflogen waren. Das Verteidigungsministerium bezeichnete dies als «Notfallmaßnahme» wegen einer «direkten Bedrohung der Luftverkehrssicherheit». Die moldauische Präsidentin warf Russland vor, ihr Territorium für Angriffe auf die Ukraine zu nutzen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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