Berichte: Vier Bewaffnete erschießen Gaddafi-Sohn im Garten

upday.com 3 godzin temu
Seif al-Islam Gadhafi, Sohn des verstorbenen libyschen Diktators, bei einem öffentlichen Auftritt in Tripolis. (Symbolbild) IMED LAMLOUM/AFP via Getty Images Getty Images

Saif al-Islam al-Gaddafi, Sohn des 2011 gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, ist Berichten zufolge in der westlibyschen Stadt Sintan getötet worden. Der 53-Jährige sei «unter mysteriösen Umständen getötet» worden, teilte sein Berater Abdullah Othman der libyschen Nachrichtenagentur Lana mit.

Laut Othman stürmten vier bewaffnete Männer das Haus von Saif al-Islam. Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete unter Berufung auf Kreise der Gaddafi-Familie, der Gaddafi-Sohn sei im Garten seines Hauses erschossen worden. Sein Anwalt bestätigte den Tod im libyschen Fernsehen.

Verhaftung und Todesurteil

Saif al-Islam war 2011 bei einem Fluchtversuch nach Niger von einer Miliz in Sintan festgenommen worden - im selben Jahr, in dem sein Vater nach mehr als vier Jahrzehnten an der Macht gestürzt und getötet wurde. Nach eigenen Angaben verbrachte er mehrere Jahre mit kaum Kontakt zur Außenwelt in Gewahrsam.

Der Internationale Strafgerichtshof forderte seit 2014 seine Auslieferung, um ihn wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Aufstände in Libyen anzuklagen. 2015 verurteilte ihn ein Gericht in der Hauptstadt Tripolis in Abwesenheit zum Tode. Die Machthaber in Sintan weigerten sich jedoch, ihn auszuliefern oder nach Tripolis zu überstellen.

Gescheiterter Neuanfang

Jahrelang war Saif al-Islam verschwunden, ehe er 2021 erneut auf der politischen Bühne erschien. Er reichte seine Kandidatur für die geplante Präsidentenwahl in Libyen ein. Die Wahl fand jedoch nie statt - es gab Streit über die verfassungsrechtlichen Grundlagen und die zugelassenen Kandidaten.

Vor dem Sturz seines Vaters hatte Saif al-Islam als zweitältester Sohn eine einflussreiche Rolle in Libyen gespielt. Er leitete ein Reformprojekt, das darauf abzielte, das Land politisch zu modernisieren und an den Westen anzunähern. Viele dieser Bemühungen wurden später jedoch rückgängig gemacht, um die Machtstrukturen seines Vaters zu erhalten. Bei der brutalen Niederschlagung der Proteste 2011 stand er auf der Seite des Regimes.

Libyen ist derzeit faktisch in zwei feindliche Regierungen im Osten und Westen geteilt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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