Extrem unverantwortlich
Am 3. Januar dieses Jahres wurde ein Anschlag auf ein Gaskraftwerk im südöstlichen Berliner Bezirk Lichterfelde verübt. Die Sicherheitsbehörden stellten fest, dass der Anschlag gut organisiert war, und die linksextreme Vulkangruppe bekannte sich dazu. Die Folgen: kalte Heizkörper, unbeleuchtete Straßen und Wohnungen, unterbrochene Zugverbindungen und kein Internet.
Der Anschlag war so wirksam, dass zwei Tage später noch immer zwei Drittel der 45.000 betroffenen Haushalte ohne Strom waren. Bis zur Behebung der Schäden mussten viele Betroffene bei Freunden, Verwandten oder in Notunterkünften unterkommen, und einige gefährdete Personen sowie Krankenhauspatienten wurden evakuiert. Zudem blieben viele Schulen und Kindergärten geschlossen.
Die Sicherheitsbehörden stellten fest, dass der Anschlag gut organisiert war, und die linksextreme Vulkangruppe bekannte sich dazu.
Nach dem Anschlag kündigte der Berliner Bürgermeister Kai Wegner an, die Sicherheit des Stromnetzes zu verbessern: „Obwohl 99 Prozent der Leitungen unterirdisch verlaufen, muss der verbleibende Teil noch besser vor Terroranschlägen geschützt werden. Dies gilt auch für alle kritischen Infrastrukturen“, erklärte Wegner. Die Berliner Landesregierung stufte das Bekennerschreiben zu dem Sabotageakt als authentisch ein.
Lebensgefahr für Außenstehende
In dem Brief mit der Überschrift „Den Regierenden die Stromversorgung abschneiden“ prahlen die mutmaßlichen Täter damit, ein Gaskraftwerk im Berliner Bezirk Lichterfelde „erfolgreich sabotiert“ zu haben. Die Vulkangruppe erläutert darin ihre Motive: „Im Streben nach Energie wird die Erde ausgebeutet, ausgesaugt, verbrannt, verstümmelt, verwüstet, vergewaltigt und zerstört.“ Der Anschlag zielte angeblich nicht auf Stromausfälle ab, sondern auf die fossile Energiewirtschaft. Experten stufen den Anschlag als lebensbedrohlich für Außenstehende ein.
W dzielnicy Berlina – Lichterfelde po ataku na elektrownię gazową zapanowała ciemność.Foto: Mateusz Wyrzykowski on Unsplash
Es habe möglicherweise Todesfälle in Krankenhäusern geben können, da medizinische Geräte von der Stromversorgung abgeschnitten wurden. Darüber hinaus ist bekannt, dass Mitglieder der Vulkangruppe in Berlin und Brandenburg seit 15 Jahren in unregelmäßigen Abständen Angriffe auf kritische Infrastrukturen verüben. Dies ist derart unverantwortlich, dass die negativen Folgen häufig die Zivilbevölkerung betreffen. Ergänzend sei angemerkt, dass die Vulkangruppe im aktuellen Bericht des deutschen Inlandsgeheimdienstes als „gewaltorientiert“ eingestuft wird.
Angriffe auf Tesla und Forschungseinrichtungen
Zudem ist erwähnenswert, dass es in den letzten Jahren vermehrt zu Angriffen auf deutsche Werke gekommen ist, die Elektroautos für das amerikanische Unternehmen Tesla produzieren. Im Mai 2021 legten Unbekannte erstmals Feuer in der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin. Im März 2024 wurde ein Hochspannungsmast zerstört, wodurch die Produktion in der Tesla-Fabrik eingestellt werden musste und umliegende Ortschaften tagelang ohne Strom waren.
Der Anschlag war so wirksam, dass zwei Tage später noch immer zwei Drittel der 45.000 betroffenen Haushalte ohne Strom waren.
Zu diesem Anschlag bekannte sich ebenfalls die Vulkangruppe. Auch Forschungseinrichtungen gerieten immer wieder ins Visier der extremen Linken. So bekannte sich die Vulkangruppe im Jahr 2020 zu einem Brandanschlag auf das Heinrich-Hertz-Institut in Berlin, da dieses an der Entwicklung einer App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beteiligt war.
Es wurde dunkel in Berlin (Symbolbild)Foto: Ansgar Scheffold (Unsplash) Edycja AI (Gemini)
Laut dem Berliner Inlandsnachrichtendienst zielen solche Sabotageakte darauf ab, die Schwachstellen der städtischen Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur aufzudecken, die öffentliche Ordnung zu stören und erhebliche Sachschäden zu verursachen.


