Israel droht internationalen Hilfsorganisationen in Westjordanland und Gazastreifen mit einem faktischen Verbot zum Jahresbeginn, wenn sie nicht mit dem israelischen Militär kooperieren. Ärzte ohne Grenzen kritisierte die Maßnahme am Freitag in Berlin scharf als «zynischen Versuch», humanitäre Hilfe zu unterdrücken, und wirft Israel die Verletzung des humanitären Völkerrechts vor.
Die israelischen Behörden verlangen von den Organisationen die Herausgabe persönlicher Daten ihrer palästinensischen Mitarbeiter als Teil einer neuen Registrierungspflicht. Wer sich verweigert, muss mit dem Entzug der Arbeitserlaubnis rechnen.
Vorwurf: Angriff auf medizinische Versorgung
Ärzte ohne Grenzen warnte: «Die israelischen Behörden verschärfen damit ihre schweren Angriffe auf die humanitäre Hilfe und bedrohen direkt die medizinische Versorgung der Menschen im Gazastreifen und im Westjordanland.» Die Organisation sprach von einer «kollektiven Bestrafung».
Das Gesundheitssystem im Gazastreifen sei von der israelischen Armee praktisch zerstört worden. Bereits 15 Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen wurden nach Angaben der Organisation von israelischen Streitkräften getötet.
Organisation weist Terror-Vorwürfe zurück
Israel wirft Ärzte ohne Grenzen vor, angebliche Terroristen zu beschäftigen. Die Organisation wies dies zurück und verteidigte ihre Arbeit: «Die Berichte darüber, was Teams von Ärzte ohne Grenzen mit eigenen Augen in Gaza sehen - Tod, Zerstörung und die Folgen genozidaler Gewalt - mögen schwer erträglich sein, die Verantwortung dafür liegt aber bei jenen, die diese Gräueltaten begehen, und nicht bei jenen, die darüber Zeugnis ablegen.»
Die Forderung nach Namenslisten der Mitarbeiter gefährde die Unabhängigkeit und Neutralität humanitärer Organisationen, kritisierte Ärzte ohne Grenzen. Unklar bleibe, wie die israelischen Behörden diese Informationen verwenden wollten.
Ärzte ohne Grenzen sieht in der Maßnahme «eine weitere Eskalation der Angriffe gegen die palästinensische Bevölkerung der vergangenen zwei Jahre».
Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.













